Panorama nach Südwest - aus der 28. Etage

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Freitag, 28. Mai 2010

Der letzte Uni-Tag

Zumindest trifft das für die Seminare zu. In dieser Woche finden zum letzten Mal die Kurse für ausländische Studenten statt. Die Sprachkurse laufen glücklicherweise weiter. Allerdings nun mit noch weniger Teilnehmern als bisher schon, weil einige jetzt bereits in ihre Heimatländer zurückgereist sind. Meine Gruppe wurde deshalb mit einer anderen zusammengelegt. Die Zeit von exklusivem Einzelunterricht, den ich einige Wochen lang genießen durfte (!), war ja schon eine Weile vorbei. Nun sind wir aber auch nicht mehr zu dritt wie zuletzt, sondern sieben Personen - mit nur einer Lehrerin! Solche Lernbedingungen findet man sicher nicht oft. Auch wenn es eher weniger am Angebot der Uni liegt, als vielmehr an der mangelnden (Sprach)Lernbereitschaft der ausländischen Studenten. Zumindest ist das in meiner Gruppe so gewesen.
Die russischen Studenten haben auch keinen regulären Unterricht mehr. Sie befinden sich mitten in der stressigen Prüfungszeit. Befreit von der täglichen Fahrt zur Uni, haben viele unserer Freunde nun mehr Zeit als in den letzten Monaten. Naht allerdings eine Prüfung, steigt die Nervosität bei fast allen extrem an. Die Anspannung bei den russischen Studenten ist wirklich deutlich zu spüren. Es ist nicht selten zu beobachten, dass jemand seinen Tränen freien Lauf lässt. Die Prüfungsbedingungen sind wesentlich härter als in Deutschland. Die Tragödie wird noch größer, wenn man weiß, dass nicht wenige Studenten ihren Platz an der Universität erkauft haben (dabei besonders viele an Eliteuniversitäten). So steht es heute in der Zeitung. Da spielt sicherlich der Druck der Familie als Geldgeber auch eine große Rolle. Abgesehen davon ist die Familie ohnehin ein wichtiger Faktor, im positiven wie auch im negativen Sinne.


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